Die WLEG hat angekündigt, die am Kanal gelegenen Gebäude 44 und 51 ab 14.09.2026 abzureißen.
Die Produktionsgebäude aus den Jahren 1920 – 1922 sind eingetragen in die Denkmalliste als Einzeldenkmal innerhalb einer Denkmalgruppe seit 1987. Mehr in der Limmercloud
Sie haben geschichtliche Bedeutung innerhalb der Ortsgeschichte, sind Zeugnis und haben Schauwert durch beispielhafte Ausprägung eines Stils und Gebäudetypus sowie für die Wirtschafts- und Technikgeschichte, städtebauliche Bedeutung von prägendem Einfluss auf das Ortsbild – mehr Details erfahrt ihr von dem ehemaligen Anwaltsplaner und Bauhistoriker Sid Auffarth bei unserer Trauerfeier am Mittwoch, 16.09.2016 um 14 Uhr an der Straße Zur Wasserstadt. Die Versammlung wird angemeldet mit Lautsprecher, Kaffee und Leichenschmaus. Kommt vorbei und trauert mit uns!
Weiterhin demonstrieren wir mit WestProtest. Die BI Wasserstadt zeichnet einen Aufruf zum Bauen im Bestand mit.
Wenige Stunden später: Unser Rathaus bleibt bunt – Haltung zeigen! Unsere Stimme gegen Hass und Ausgrenzung
Die Schadstoffuntersuchung aus dem Jahr 2022 der Altgebäude der Wasserstadt hat zwar Nitrosamine gemessen, aber nicht in den Außenmauern aus Klinker, sondern beispielsweise bei innenliegenden Kalksandsteinwänden. Eine Entkernung der belasteten Teile und stattdessen eine Haus-in Haus-Lösung erscheint weiterhin nicht unrealistisch.
Der BI-Sprecher Uwe Staade hat im Bauausschuss der Stadt am 06.07.23 dazu folgende Fragen gestellt, aber noch keine befriediegende Antwort erhalten:
„Wie bewertet der Bauausschuss die drohende Aufhebung der Denkmaleigenschaft und die dann möglich Abrißgenehmigung angesichts der Tatsachen,
dass weder die Möglichkeiten eines Sanierungskonzepts
noch weitere Nutzungsmöglichkeiten ausreichend geprüft wurden,
es zu keiner Abfrage in den Laboren nach feineren Messmethoden kam und
sich die beteiligten Akteure nicht einmal zusammengesetzt haben, um die Thematik fachübergreifend zu besprechen?
Wieso wird nicht über die Gefahr einer Sekundärkontamination durch einen Abriss gesprochen?“
Und es gibt weiterhin Interesse von Investoren, die Gebäude zu entwickeln.
Abriß und Neubau schaffen keine bezahlbaren Wohnungen
Hannover braucht bezahlbaren Wohnraum. Die bisher aufgerufenen Preise für die bereits erstellten Neubauwohnungen in der Wasserstadt waren mit 5.000 – 7.000 Euro pro Quadratmeter bis jetzt für die meisten nicht bezahlbar. Dies drückt sich in dem schleppenden Verkauf der Eigentumswohnungen und dem Leerstand vieler Mietwohnungen aus.
Durch die gestiegenen Kapitalkosten hat sich diese Entwicklung noch verschärft: Bei 5.000 Euro pro Quadratmeter (bisher die untere Grenze der Angebote), bei 5% Zinsen und 1% Tilgung würde allein der Kapitaldienst 25 Euro pro Quadratmeter Wohnfläche ausmachen. Das können sich in Hannover nur ganz wenige leisten. Auch ein Kauf wäre nur mit viel Eigenkapital möglich, da die Banken hohe Sicherheiten verlangen.
Dazu kommen die aufwändigen Abbruch- und Entsorgungskosten eines Abrisses der Altgebäude. Die Alternative ist der Erhalt und der Umbau mit minimalinvasiven Eingriffen.